24.03.2026
Klassische Musik als Schmerzmittel? Ja, tatsächlich
by Dr. Michael Bühler
Nicht nur für Feuilleton-Liebhaber, sondern fürs Nervensystem.
Die Evidenz ist ziemlich unpoetisch:
Musik kann Schmerzen reduzieren, Stress senken und physiologische Regulation messbar beeinflussen.
Beobachtet wurden unter anderem eine ruhigere Herzfrequenz, höhere Herzratenvariabilität und Veränderungen in schmerzrelevanten Hirnarealen.
Mit anderen Worten:
Mozart kann mehr als kulturelles Kapital.
Er kann im richtigen Kontext sogar zur Entlastung beitragen.
Und trotzdem wird Musik in vielen Spitälern und Pflegeeinrichtungen noch immer behandelt wie Zimmerdekoration mit Klanganschluss — nett, aber optional.
Vielleicht ist es Zeit, das zu ändern.
Weniger reflexhaft Tabletten. Mehr evidenzbasierte Taktarten.
Wir forschen weiter.
Stiftung Classic Now